Montag, 13. Dezember 2010

Was kostet private Altersvorsorge? Kosten von privaten Rentenversicherungen? Diskussion mit der DVAG

Immer wieder gibt Fragen und Diskussionen zum Thema, welche Kosten entstehen bei privater Altersvorsorge.
Nach einer aktuellen Diskussion im Blog der DVAG wurde mir vorgeworfen, ich würde Märchen erzählen!

Aus diesem Grund habe ich mich deshalb entschlossen meine stichpunktartigen Berechnungen zu einzelnen Gesellschaften und Tarifen auch hier zu veröffentlichen. Dieser Beitrag soll private Rentenversicherungen nicht per se verteufeln. Es gibt sicher eine ganze Reihe Fälle, wo diese Tarife Sinn machen können. Letztendlich kommt es auch immer auf die persönliche Sichtweise des jeweiligen Kunden an. So hatte ich wegen der aktuellen Diskussion im Blog der DVAG eine sehr interessante Unterhaltung mit einem sehr konservativen Kunden, der eine Verdopplung der eingezahlten Beiträge, wie sie bei einer klassischen Rentenversicherung in 30 Jahren möglich ist, durchaus für interessant hält.

Deshalb soll dieser Beitrag in erster Linie dazu beitragen, etwas mehr Transparenz und Verständnis für dieses doch relativ aktuelle Thema zu vermitteln und den Einzelnen in die Lage versetzen seine Verträge bzw. Angebote realistisch einordnen zu können. Ich bin auch gern bereit diese Tabelle zu erweitern oder entsprechende Fragen zu erläutern.

Die Berechnung der Kosten ist nicht allzu kompliziert. In jedem Angebot bzw. Antrag müssen die Kosten detailliert ausgewiesen werden. Hier können Sie dazu ein Beispiel sehen!

Diese Kosten werden von den einzelnen Gesellschaften nicht einheitlich ausgewiesen und werden auch zum Teil auf verschiedene Arten erhoben. So weisen die meisten Gesellschaften die Abschlusskosten mit 4% der Beitragssumme aus. Der Gesetzgeber hat mit der letzten Änderung des VVG die Höhe der Beträge, die als Abschlusskosten am Anfang der Beitragszahlung verrechnet werden dürfen, auf die Höhe von 4% der Beitragssumme beschränkt. Diese müssen mindestens auf die ersten fünf Jahre verteilt werden.

Es gibt aber auch Gesellschaften, die darüber hinaus weitere Abschlusskosten berechnen, diese dann aber zusätzlich laufend vom Beitrag erheben. Bei fondsgebunden Rentenversicherungen ist es zum Beispiel auch gängige Praxis, dass sich Versicherungsgesellschaften von den Fondsgesellschaften Provisionen in Form von jährlichen Kostenpauschalen des Fondsvermögens zahlen lassen. Dort sind Pauschalen in Höhe von 0,5% des Fondsvermögens keine Seltenheit.

Das mag auf den ersten Anschein kein großer Betrag sein. Aber im Laufe der Jahre sammeln sich hier ganz erhebliche Beträge an. Bei einer entsprechenden Wertentwicklung der Anlage ist das unter Umständen in Kauf zu nehmen. Nur hatten wir bei den meisten Fonds in den letzten 20 Jahren keine attraktive durchschnittliche Wertentwicklung, die diese Kosten rechtfertigen.

Die Zusammenstellung der Kosten der Tarife einzelner Gesellschaften kann hier eingesehen werden.

Über Ihre Meinung oder Fragen zu diesem Thema würde ich mich freuen!

Was kostet private Altersvorsorge? Kosten  der  privaten Rentenversicherungen? Diskussion mit der DVAG

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